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Lehrstelle auf den letzten Drücker Südkurier 28.08.10 Autor Julia Schönmuth

Für Jugendliche gibt es viele Dinge, die wichtiger sind, als die guten Noten in der Schule. Sich mit Freunden treffen, Fußball spielen oder die Proben mit der Hiphop-Band – aus der Sicht eines Teenagers ist vieles reizvoller, als den Nachmittag lernen.

Dass die Leistungen in der Schule für die berufliche Zukunft entscheidend sein können, erkennen einige erst spät – so wie Oliver Peters. Dem Realschulabsolventen aus Konstanz wurde die Bedeutung seiner Noten erst im letzten Schuljahr bewusst, als viele Bewerbungen wieder zurückkamen. Den Abschluss hat der 17-Jährige jetzt zwar in der Tasche, doch keinen der gewünschten Ausbildungsplätze zum Mechatroniker oder Industriemechaniker.

Oliver kennt seinen Schwachpunkt – die Mathenote. Aber gerade darauf legen die Ausbildungsleiter in technischen Berufen besonderen Wert. Deswegen ist der Ärger über sich selbst besonderst groß. Denn obwohl sich der Junge noch einmal ins Zeug legte, war es für eine Verbesserung zu spät. „Ich glaube, richtig aufgewacht bin ich erst dieses Frühjahr“, sagt er selbstkritisch.

Wie Oliver Peters haben noch rund 300 Jugendliche von rund 1500 Bewerbern im Kreis Konstanz keine Lehrstelle. Das neue Ausbildungsjahr startet in der kommenden Woche, die Bewerbungsfristen sind lange vorbei. Das Arbeitsamt Konstanz will trotzdem alles versuchen, um diesen jungen Menschen doch noch eine Lehrstelle zu vermitteln. Durch eine Last-Minute-Aktion sollen Jugendliche und Unternehmen zusammenfinden. Mit Anzeigen werben die unversorgten Schulabsolventen in der Tageszeitung für sich – Fähigkeiten und Berufswunsch inklusive. Start der Aktion ist heute, am 28. August. Alle dreihundert Suchenden wurden dafür abtelefoniert: „Das Interesse war relativ groß“, sagt Klaus Röben, Teamleiter der Berufsberatung.

 

Rund ein Drittel habe sofort zugesagt, den Fragebogen auszufüllen. Die Anzeigen sind ein Versuch, Röben ist gespannt auf den Erfolg der Aktion. Der Weg für die Arbeitgeber zum gewünschten Lehrling ist unkompliziert: Bei Interesse rufen sie direkt bei der Agentur für Arbeit an und bekommen die Kontaktdaten ausgehändigt.

Die Mitarbeiter der Berufsberatung ziehen alle Register, um die Jugendlichen zu vermitteln. Das Team führt das ganze Jahr über intensive Beratungsgespräche, gibt Bewerbungstraining und schlägt bei Bedarf alternative Ausbildungen vor. Röben glaubt, dass sich für jeden ein Platz findet, wenn man rechtzeitig mit der Suche beginnt. Er betont, wie wichtig es ist, jedem Jugendlichen ein Angebot zu machen: „Es gibt immer weniger junge Menschen. Die Gesellschaft kann es sich nicht mehr leisten, wenn jemand ohne Ausbildung bleibt.“

Schon jetzt suchen einige Betriebe händeringend nach geeigneten Lehrlingen. Im Kreis Konstanz blieben nach Angaben der Agentur für Arbeit bisher 309 der insgesamt 1550 Plätze unbesetzt. So würde zum Beispiel das Autohaus Südstern-Bölle in Singen gerne einen vierten Azubi in diesem Jahr einstellen, aber „es war kein geeigneter Bewerber dabei“, sagt Vorstandsmitglied Johann Bucher. Die Auswahl werde immer geringer. Gerade einmal fünf Zuschriften bekam das Unternehmen für eine Ausbildungsstelle zum Mechatroniker. „Vor vier Jahren waren es noch 25“, sagt Bucher. Sein Betrieb bildet bei 520 Mitarbeitern derzeit rund 70 Lehrlinge aus, Kfz-Mechatroniker und Automobilkaufleute.

Bucher bemängelt, dass sich oft nicht einmal eine Einladung zum Vorstellungsgespräch lohne. „Meist passen die Zensuren nicht“, erklärt sich Bucher. Doch dort würde er ein Auge zudrücken: „Das Wichtigste für mich ist das persönliche Gespräch.“ Wenn die schulische Leistung einigermaßen stimme, habe der Bewerber die Chance auf eine Einladung zum Gespräch.

Eine solche Chance würde sich Oliver Peters wünschen. Denn uninteressiert am Berufsleben ist er nicht. Er hat bereits ein dreiwöchiges Praktikum bei den Werler Drahtwerken gemacht, ein Unternehmen, das Zäune und elektronische Schiebetore herstellt. Beeindruckt war er vor allem von der Größe des Betriebs und den großen Werkshallen. Außerdem hat er zwei Wochen in eine Schreinerei reingeschnuppert. „Der Betrieb war echt super“, erinnert er sich. Der Schreiner hat ihm jetzt sogar angeboten, zwei Wochen in der Werkstatt auszuhelfen.

Diese Begeisterung für einen Ausbildungsberuf wünscht sich Jörg Strohbach, Ausbildungsleiter bei Dietenmeier und Harsch in Konstanz. Das Unternehmen bietet Installationen für Heizung, Sanitär und Elektronik aus einer Hand an. Auch Strohbach hat noch eine Stelle zu vergeben. Aber er hat oft das Gefühl, die Jugendlichen würden sich nur auf Wunsch der Eltern bewerben, ihnen fehle die Motivation. „Dabei ist der Beruf sehr vielfältig“, betont er. Was früher drei getrennte Ausbildungsberufe waren, ist nun im Abschluss Anlagenmechaniker für Heizung, Sanitär und Klimatechnik zusammengefasst. Je nach Interesse können sich die Lehrlinge später spezialisieren. Bei der Lehrlingssuche steht er vor den gleichen Problemen wie das Autohaus Südstern-Bölle: zu wenig Bewerber, zu schlechte Qualität der Interessenten.

Die Agentur für Arbeit versucht gemeinsam mit den Jugendlichen, die Qualität zu steigern. „Viele bewerben sich ohne Hilfe auf Stellen im Internet“, erläutert Klaus Röben das Problem. Die Anschreiben seien teilweise aus dem Netz kopiert. Ganz schlecht, denn „der Bewerber muss sich von den anderen abheben.“ Das schaffe er nur durch eine Bewerbung, in der er sich gut verkauft. „Der Arbeitgeber muss das Gefühl haben, den will ich kennenlernen“, sagt der Teamleiter.

Zudem seien viele junge Menschen bei der Suche nur auf einen Beruf fixiert – auch wenn dieser gar nicht zu ihnen passt. Dabei gebe es viele andere Berufe neben dem klassischen Bankkaufmann oder der Bürofachangestellten, zählt Röben auf.

Vielleicht ist es auch das schlechte Image des Handwerks, warum es immer weniger Bewerber gebe, vermutet Ausbildungsleiter Jörg Strohbach. „Ich glaube, dass da einiges versäumt wurde.“

Der Meinung ist auch die Berufsberatung: „Eine Ausbildung hat nicht mehr den Ruf wie früher“, sagt Klaus Röben – und das Image spiele bei Jugendlichen eine große Rolle. „Wenn die Hälfte der Freunde eine Fachhochschulreife hat, dann traut sich doch keiner mehr zu sagen, dass er eine Ausbildung zum Bäcker macht.“ Überall werde nach studierten Fachkräften gerufen, aber auch im Handwerk fehle der Nachwuchs.

Der Kampf um die besten Azubis hat also begonnen. Auch Johann Bucher von Südstern-Bölle sagt offen: „Es wird eng werden, gute Bewerber zu bekommen. Vor Jahren konnten wir uns die Lehrlinge noch aussuchen.“ Jetzt sind beide Betriebe an den Schulen aktiv, werben an Elternabenden oder in den Klassen für ihren Beruf, veranstalten Schnuppertage. In Zeiten, in denen Auszubildende knapp werden, können die jungen Leute bei entsprechenden Voraussetzungen mitentscheiden, wo sie in die Lehre gehen. Das macht selbstbewusst: Wenn der 17-jährige Oliver einen Ausbildungsplatz in Aussicht hat, möchte er dort erst einmal ein bis zwei Wochen Probearbeiten, um zu sehen, „ob das Team gut ist“.

Zwar ohne Ausbildungsstelle, aber mit einem Notfallplan startet der 17-Jährige jetzt ins neue Ausbildungsjahr: „Ich habe einen Platz am Berufskolleg in Stockach.“ Wenn er nicht durch die Last-Minute-Aktion vom Arbeitsamt doch noch einen Ausbildungsplatz bekommt, möchte er dort zeigen, was er kann und vor allem an seiner Mathe-Note arbeiten. „Ich erhoffe mir von mir, dass ich das besser mache“, zeigt Oliver sich selbstkritisch. Denn eine Ausbildung zum Mechatroniker steht für ihn weiterhin an erster Stelle: „Das würde ich gern die nächsten dreieinhalb Jahre machen“, sagt der Jugendliche. Und für dieses Ziel will er jetzt durchstarten.




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